SPD Veitsbronn - Siegelsdorf

Gerechte Familienpolitik braucht Unterstützung für alle Marlene Rupprecht: Alle Kinder müssen gleich viel wert sein!

Veröffentlicht am 31.01.2010 in Bundespolitik
 

20 Euro mehr Kindergeld seit 1. Januar 2010 sollen den Familien vorgaukeln, dass Schwarz-Gelb für Kinder etwas übrig hätte. In Wahrheit betreiben CDU/CSU und FDP innerhalb der Familien eine massive Spaltung: Bei Normalverdienern verwandeln Gebührenerhöhungen für Kindergärten, Aufwand für Schulbedarf und der Zusatzbeitrag für die Krankenkassen die 20 Euro schnell in ein sattes Minus.

Wohlhabende Familien mit einem Jahreseinkommen von über 80.000 Euro im Jahr dagegen profitieren viel stärker: Der auf 7008 Euro angehobene Kinderfreibetrag sorgt dafür, dass es künftig für diese Familien bis zu rund 275 Euro pro Kind und Monat geben wird – zum Vergleich: Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen profitieren nicht von den Freibeträgen und bekommen stattdessen 184 Euro Kindergeld.
Die Kluft zwischen Freibeträgen und Kindergeld wird noch größer – das ist sozial ungerecht. Darüber hinaus leben in Deutschland 1,7 Millionen Kinder in Hartz-IV-Familien. Diese haben nicht einmal etwas von der Erhöhung des Kindergeldes, da den Familien das Kindergeld auf den Hartz-IV Satz angerechnet wird.
SPD verlangt Grundfreibetrag
Um diese Ungerechtigkeit zu beseitigen, will die SPD die Kinderfreibeträge in einen gerechten Kindergrundfreibetrag umwandeln. Marlene Rupprecht, Kinderbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, tritt massiv für diese Änderung ein: „Dieser Kindergrundfreibetrag zusammen mit dem Kindergeld würde alle Kinder in gleicher Höhe fördern, unabhängig davon, wie viel die Eltern verdienen. Außerdem sollte das Geld besser in den Ausbau und die Qualität der Kinderbetreuung sowie in die gebührenfreie Bildung ab der Kita investiert werden, um gleiche Startchancen für alle Kinder zu gewährleisten.“
Mit dem Kinderzuschlag und dem Schulstarterpaket hat die SPD in der letzten Legislaturperiode zielgenau den Kindern geholfen, die eine Unterstützung am notwendigsten haben. Unter Schwarz-Gelb dagegen gibt es Kinder mit und Kinder ohne Chancen.
„Idiotisches Betreuungsgeld“
Zusätzlich will Schwarz-Gelb bis zu 1,9 Milliarden Euro für das so genannte „Betreuungsgeld“ verpulvern. Es soll eine Prämie dafür sein, Kinder nicht in den Kindergarten zu schicken und vom Lernen mit anderen Kindern fernzuhalten. So werden Lebenswege blockiert, so wird Benachteiligung vererbt. Der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks sagt: „Einerseits frühkindliche Betreuung auszubauen und andererseits Eltern mit 150 Euro pro Kind zu überreden, diese nicht in Anspruch zu nehmen, ist idiotisch.“

Aktuelle Termine

Alle Termine öffnen.

04.05.2026, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr Vorstandssitzung

09.05.2026, 17:00 Uhr - 23:00 Uhr Lindenfest

Alle Termine

Dokumente und Informationen downloaden

 

 

Webstatistik

Besucher:335438
Heute:242
Online:4

Jetzt einsetzen gegen Rechts

Aktuelle News

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Wetter-Online