SPD Veitsbronn - Siegelsdorf

SPD-MdB kandidiert 2013 nicht erneut für den Bundestag

Veröffentlicht am 08.02.2012 in Bundespolitik
 

Marlene Rupprecht: „Seit 1996 vieles erreicht“
Die Tuchenbacher SPD-Bundestagsabgeordnete Marlene Rupprecht wird 2013
nicht wieder für den Deutschen Bundestag kandidieren.

Dies teilte die 64jährige
Parlamentarierin heute morgen in einem persönlichen Gespräch den Vertretern
des SPD-Unterbezirks Fürth und der drei SPD-Kreisverbände ihres Wahlkreises
Fürth mit.
„In über 15 Jahren Bundestagsarbeit habe ich jede Menge Energie investiert und
damit einige nicht ganz unwesentliche Erfolge erringen können. Dies will ich auch
in den nächsten eineinhalb Jahren weiter tun. Nach reiflicher Überlegung habe
ich mich aber entschieden, 2013 nicht wieder anzutreten, um mehr Zeit mit
meiner Familie und den Dingen zu verbringen, die mir außerhalb der Politik
wichtig sind“, so Marlene Rupprecht.
Verbesserungen bei Kinderschutz und Jugendhilfe erwirkt
Die Entscheidung fiel der national und international geschätzten
Kinderrechtsexpertin vor allem deshalb schwer, „weil sich gerade in meinem
Fachgebiet in den letzten Jahren viel bewegt hat und ich hier noch gerne über die
nächste Wahl hinaus mitgestalten würde.“ So seien Verbesserungen im Kinderund Jugendhilferecht, aber auch niederschwellige, präventive Maßnahmen wie
die Familienhebammen und Kinderschutzstellen im neuen Kinderschutzgesetz
auch auf ihren hartnäckigen Einsatz zurückzuführen.
Aber auch bei zahlreichen Infrastrukturprojekten im Wahlkreis Fürth wie bei der
vom Bund finanzierten Entgiftung der ehemaligen US-Wohnungen in der Fürther
Kalbsiedlung, bei Straßen- und Bahnhofsprojekten wie in Wilhermsdorf
(Landkreis Fürth) oder den Mehrgenerationenhäusern in der Region leistete
Marlene Rupprecht effektive Lobbyarbeit für ihre Heimat. „Bis zur nächsten Wahl
will ich deshalb auch noch dafür sorgen, dass der unsinnige S-Bahn-Verschwenk
durchs Knoblauchsland zugunsten der auch von den Bürgern favorisierten
besseren Variante entlang der bestehenden Strecke fallen gelassen wird“,
betonte die SPD-Abgeordnete.
Dank der SPD-Basis: Bundespolitik mit Bodenhaftung
SPD-Unterbezirksvorsitzender Carsten Träger würdigte Marlene Rupprecht für
ihren jahrzehntelangen Einsatz für die fast 330.000 Bürgerinnen und Bürger im
Wahlkreis Fürth und dankte ihr für die frühzeitige Bekanntgabe ihrer
Entscheidung, die es den Sozialdemokraten erlaube, nun in den nächsten
Monaten die personellen Weichen für die Bundestagswahl 2013 zu stellen. „Wir
werden zunächst im SPD-Unterbezirksvorstand den weiteren Fahrplan beraten
und die Basis intensiv einbinden. Der demokratische Prozess der
Kandidatenfindung ist nun eröffnet“, so Träger, der dabei darauf hinarbeiten will,
dass der Wahlkreis Fürth auch zukünftig durch die SPD im Bundestag vertreten
ist.
Harry Scheuenstuhl, Vorsitzender der SPD in Fürth-Land, bedauert, dass mit
Marlene Rupprecht die bislang einzige Bundestagsabgeordnete aus dem
Landkreis ihre Tätigkeit 2013 beenden wird: „Marlene Rupprecht hat als
Gemeinde- und Kreisrätin, als eine der Initiatorinnen der Jugendhilfeplanung und
mit ihren vielen persönlichen Kontakten der Bundespolitik Bodenhaftung
gegeben.“
Edith Bayersdorfer, SPD-Vertreterin aus Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, betont,
dass Marlene Rupprecht mit ihrem Schwerpunkt in sozialpolitischen Themen und
ihrem ehrenamtlichen Engagement für Frauen- und Mehrgenerationenhäuser,
als Kuratoriumsvorsitzende des Deutschen Müttergenesungswerks und zu
Gunsten der Kinderrechte klares, glaubwürdiges soziales Profil hat und den SPDGliederungen auch vor Ort viele Impulse gegeben hat.“

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