Marlene Rupprecht, Frank-Walter Steinmeier, Günther Meth und Mischael BischoffRekordbesuch beim SPD-Aschermittwoch
Der Außenminister ließ die Halle beben
Mit rund 600 Besuchern war die Zirndorfer Paul-Metz-Halle schon eine dreiviertel Stunde vor Beginn proppenvoll.
Als SPD-Kreischef Michael Bischoff durch die vollen Reihen ging und in seiner Moderation den Vizekanzler ankündigte, kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr. Keine Frage: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier als Festredner von „Frankens Politischem Aschermittwoch“ war noch weit mehr als die erhoffte Schützenhilfe für die heiße Phase im SPD-Wahlkampf zu Gunsten von Landratskandidat Günther Meth.
Meth steht für soziale Gerechtigkeit

Günther Meth hatte zuvor schon deutlich gemacht, dass er auch als zukünftiger Landrat viele Gestaltungsmöglichkeiten sieht, um soziale Gerechtigkeit bei den Schul- und Bildungsangeboten des Landkreises, in der Jugendarbeit und bei der Wirtschaftsförderung vor Ort durchzusetzen. Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel warb eindringlich dafür, auch im Zirndorfer Stadtrat und im Kreistag um sozialdemokratische Mehrheiten zu kämpfen, damit die SPD-Ziele auch realisiert werden könnten.
Nachdem die Bundestagsabgeordnete Marlene Rupprecht mit engagierten Worten zum Hauptredner Frank-Walter Steinmeier übergeleitet hatte, traf der Vizekanzler mit Sachargumenten, aber auch mit gewitzten Bonmots die Stimmung in der Halle. Für seine Aussagen zum Mindestlohn – „Jeder muss von einer Vollzeiterwerbstätigkeit auch leben können“ – zur Bildungsgerechtigkeit und zum Engagement für Abrüstung und weltweite Friedenspolitik erhielt Frank-Walter Steinmeier mehrfach Szenenapplaus.
„Zirndorf macht Vilshofen Konkurrenz“
Nachdem die Landkreis-SPD, die den Aschermittwoch seit 1987 gemeinsam mit den Genossen vom Ortsverein Zirndorf organisiert, mit Vizekanzler Steinmeier, Arbeitsminister Olaf Scholz und Größen wie Franz Müntefering oder Gerhard Schröder stets die „erste Garde“ der Sozialdemokratie in Zirndorf hatte, wollten die zahlreichen Journalisten von SPD-Kreischef Michael Bischoff wissen, wer für 2009 auf der Einladungsliste steht.
Das wollte Michael Bischoff zwar nicht verraten – augenzwinkernd fügte er jedoch hinzu, dass man ja gesehen habe, dass die Landkreis-SPD nicht gerade die schlechtesten Beziehungen ins Berliner Willy-Brandt-Haus hätte. Der Besucheransturm beim diesjährigen Aschermittwoch wird sicher ein zusätzliches Argument sein, denn die „Nürnberger Zeitung“ titelte zu Recht: „Zirndorf macht Vilshofen Konkurrenz.“
Foto: Toller Start in die „heiße Phase“ des Kommunalwahlkampfs: MdB Marlene Rupprecht, SPD-Landratskandidat Günther Meth und Bundesaußenminister Steinmeier sowie SPD-Kreischef Michael Bischoff.